Pflegekinderservice Berlin Kindertagespflege Fortbildungszentrum

Dokumentationen „Impulse für die Pflegekinderhilfe in Berlin“

Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung am 17. März 2017

Während bislang das Thema Leaving Care, die Übergänge aus den stationären Hilfen, in Deutschland vor allem mit dem Fokus auf die stationäre Heimerziehung bearbeitet wurde, hat diese Veranstaltung den Blick auf die Vollzeitpflege ausgeweitet.

Im Mittelpunkt standen die Bedürfnissen der Careleaver im Übergang:

  • Welche Herausforderungen sind zu bewältigen?
  • Wie können die Pflegekinderdienste und die Pflegefamilien Careleaver dabei gut beraten und optimal unterstützen?
  • Welche Anschlusshilfen an die Vollzeitpflege wie z.B. Betreutes Einzelwohnen oder ambulante Hilfen können dabei genutzt werden.

Nach einem Impulsreferat mit Hintergrundinformationen und Fallbeispielen wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, ihre Fragen im Plenum zu stellen und danach in Kleingruppen zu bearbeiten.

Referentinnen:
Astrid Staudinger, M.A. Europäische Ethnologin, Diplom-Sozialpädagogin / Sozialarbeiterin (FH)
Anna Seidel, Sozialarbeiterin (M.A.) / Sozialpädagogin (M.A.)
Koordinatorinnen im Careleaver Kompetenznetz der Familien für Kinder gGmbH

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie, Berlin.

>>> Power-Point-Präsentation vom 17.03.2017

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Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung am 02. Dezember 2016

Manche Jugendämter und Freie Träger haben bereits erste Erfahrungen in der Unterbringung von jungen Geflüchteten in Gastfamilien gesammelt. Spezielle Konzepte und Verfahren mussten die Fachkräfte in den Pflegekinderdiensten dabei häufig „on the job“ entwickeln, sich unter Zeit- und Handlungsdruck auf einer pragmatischen, operativen Ebene auf die Herausforderungen dieser für die Pflegekinderhilfe in zweierlei Hinsicht „neuen“ Zielgruppe einlassen: Neu, weil es sich um Jugendliche handelt und neu, weil es plötzlich um Anforderungen wie „interkulturelle Kompetenzen“ ging.

Die Veranstaltung bot die Möglichkeit, sich nicht nur mit den Herausforderungen sondern auch mit den Chancen der Öffnung der Pflegekinderhilfe für die Unterbringung von jungen, unbegleiteten Geflüchteten in Gastfamilien zu befassen und erste oder weiterführende Ideen zur Einbettung des neuen Arbeitsfeldes einzusammeln.

Nach einem Impulsreferat wurde den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben, Ihre Fragen im Plenum zu stellen und danach in Kleingruppen zu bearbeiten.

Referentin:
Alexandra Szylowicki
Diplompädagogin, Supervisorin und Systemische Coachin DGSF, leitete von 1991 – 2014 die PFIFF gGmbH in Hamburg und ist Gründungsmitglied und Vorstand des Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. in Berlin. Seit 2014 ist sie freiberuflich als Fortbildnerin und Coach tätig.
Seit Beginn des Jahres 2016 leitet sie für das Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. zwei Projekte im Auftrag des BMFSFJ, die sich mit den unbegleiteten, minderjährigen Geflüchteten beschäftigen.

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Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung am 10. Juni 2016

Interkulturelle Begegnungen nehmen zu und damit auch die kulturelle Diversität in unserer Gesellschaft. Dies stellt viele soziale Berufe und damit verbundene Einrichtungen vor große neue Herausforderungen. Im sensiblen Bereich der Pflegekinderhilfe kommt den Fachkräften eine besondere Aufgabe zu. Sie begleiten und unterstützen Kinder und ihre (Pflege-)Familien auf dem Weg in die Zukunft. Interkulturelle Kompetenz ist hier zu einer Schlüsselqualifikation im Berufsalltag geworden.

Die Fortbildung baute auf die Veranstaltung „Wieso seid ihr anders als ich …“ (Dez. 2015) auf und war sowohl für Neueinsteiger als auch für Fortgeschrittene geeignet. Neben den Grundlagen der Interkulturellen Kompetenz standen diesmal die Themen Geschlecht und Alltag im Fokus. Wie wird Geschlecht weltweit verstanden? Was macht Mädchen/Junge sein aus? Und: was sollte man im Alltag wissen: welchen Stellenwert hat Religion, Gesundheit, Hygiene und Ernährung?

Anhand von Informationen und praktischen Beispielen lernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kulturelle Aspekte besser zu verstehen und gewannen neue Impulse für Ihre Arbeit.

Referentin: Sandra de Vries M.A.
Ethnologin, Trainerin für Interkulturelle Kompetenz

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

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Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung am 11. Dezember 2015

Wieso seid ihr anders als ich ... ?

Pflegekinder im kulturellen Spannungsfeld

Jeder Mensch ist kulturell geprägt. Was aber, wenn man sein gewohntes Umfeld verlassen muss und sich plötzlich alles ändert?

Kinder aus anderen kulturellen Kontexten erleben in der Pflegefamilie oft einen mehrfachen Bruch: Tagesabläufe, Wertvorstellungen und Erziehungsmuster verändern sich. Die Frage der kulturellen Identität stellt sich neu: Wer bin ich, wo gehöre ich hin? Dies kann zu sozialen und kulturellen Spannungen führen. Hier gilt es gemeinsam neue Wege zu gehen, um Kinder, Pflegefamilien und Fachkräfte im Alltag zu unterstützen.

In diesem Seminar ging es um die Sensibilisierung für kulturelle Themen in der Pflegekinderarbeit. An Hand von Informationen und Beispielen wurde aufgezeigt, worauf man achten muss und welche Chancen aber auch Missverständnisse entstehen können. Im Fokus stand das Verständnis von „Kind sein“, Familienstrukturen und Erziehungsvorstellungen in verschiedenen Ländern der Welt.

Referentin: Sandra de Vries M.A.
Ethnologin, Trainerin für Interkulturelle Kompetenz

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

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Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung am 03. Juli 2015

Kindeswohlgefährdung - Inobhutnahme

Notfallpsychologie als sicherheitsvermittelnde Maßnahme für Kinder und Helfer

Fachkräfte der Jugendhilfe haben Kontakt mit Familien, in denen die dortigen Umstände einen Verbleib des Kindes in der Familie möglicherweise nicht mehr zulassen. Diese Situationen führen dazu, dass Kinder manchmal in kürzester Zeit in Obhut genommen werden müssen.

Die Inobhutnahme nach SGB VIII § 42 soll die Kindeswohlgefährdung unterbrechen und eine Schutzmaßnahme sein, um die schädigenden Umstände zu beenden und das Kind in Sicherheit zu bringen.

Aber ist sie das immer oder birgt die Inobhutnahme selbst Gefahren, schädigend zu wirken? Welche Handlungsmöglichkeiten haben Fachkräfte, um eine Kindeswohlgefährdung zu beenden? Und was brauchen die Kinder an Unterstützung in diesen Notsituationen?

Diese Fragen wurden gemeinsam mit Stefan Müller beleuchtet. Neben einem Vortrag gab es die Möglichkeit der Diskussion und zum aktiven Austausch in Gruppen.

Referent: Stefan Müller
Dipl. Sozialarbeiter, Theaterpädagoge (MA), Ausbildung bei der Berliner Feuerwehr und Polizei zum Thema Krisenintervention mit Kindern, langjährige Tätigkeit beim Kinder- und Jugendnotdienst.

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

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Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung am 13. Oktober 2014

Sekundäre Traumatisierung und Mitgefühlserschöpfung –
Wie Achtsamkeit und Selbstfürsorge positiv darauf wirken können!

Die Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen ist eine besondere Herausforderung und hinterlässt „Spuren“ bei Pflegeeltern und Fachkräften. Menschen, die mit traumatisierten Menschen arbeiten, sind gefährdet, selbst Schaden zu nehmen. Sie sind gefährdet, sekundäre und tertiäre Traumatisierung zu entwickeln. Ein Wissen um die Belastung, die Gefährdung und um die Umgehensweisen damit ist der beste Schutz vor einem hohen Berufsrisiko.

Bei der Impulse-Veranstaltung wurden zunächst die Grundlagen der Sekundären Traumatisierung und ihre Wirkungsweise vermittelt. Danach standen die Resilienzfaktoren und Methoden, den Phänomenen der Sekundären Traumatisierung entgegenzuwirken, im Mittelpunkt.

In der Veranstaltung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch einfache (Aufmerksamkeits-) Übungen  das A-B-C der Selbstfürsorge kennengelernt.

Referentin: Hedi Gies
Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Familientherapeutin (IFW), Supervisorin (DGSv, Ev. Zentralinstitut Berlin), Traumafachberaterin, Leiterin des Instituts für Trauma und Pädagogik in Mechernich.
Nähere Informationen über www.institut-trauma-paedagogik.de

>>> Flyer Impulseveranstaltung am 13.10.2014

>>> Power-Point-Präsentation vom 13.10.2014

>>> Literaturempfehlungen: „Sekundäre Traumatisierung und Mitgefühlserschöpfung“

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

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Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung vom 07. Mai 2014

Hilfeplanung mit Pflegefamilien
im Spannungsfeld von öffentlicher Erziehung an privaten Lebensorten

Pflegefamilien wollen für Kinder zuverlässige Lebensorte bieten, die für das Zusammenleben ebenso förderlich und beschützend sind, wie jede normale Familie es für sich in Anspruch nimmt. Zugleich sind Pflegefamilien Orte „öffentlicher Erziehung“, ausgewählt, begleitet und kontrolliert in staatlichem Auftrag für Kinder in öffentlicher Betreuung.

In diesem Spannungsfeld zwischen Privatheit und Öffentlichkeit als Lebensort für Kinder, geprägt von Debatten und Kontroversen um Stellung und Selbstverständnis von Pflegefamilien, müssen sich alle an der Hilfeplanung Beteiligten bewegen. Es gibt unterschiedliche fachliche Haltungen und Blickwinkel auf wichtige Lebensentscheidungen für das Kind, die Herkunftsfamilie und die Pflegefamilie.

Hilfeplanung heißt das gesetzlich in § 36 SGB VIII vorgeschriebene Verfahren zur Klärung von Hilfebedarf und Vereinbarung konkreter Unterstützung und Hilfeleistungen für die Betreuung und Erziehung eines Kindes.  Gefordert sind  hier vor allem eine gute Kooperation aller Beteiligten und  tragfähige Vereinbarungen,  um die vielfältigen, anspruchsvollen und auch widersprüchlichen Aufgaben der Betreuung und Erziehung eines Kindes in einer Pflegefamilie konkret zu gestalten und überprüfen zu können. Wie kann dieses anspruchsvolle Vorhaben der Hilfeplanung gut gelingen, wie können Kinder und Pflegeeltern aktiv mitwirken, wie fachliche Anforderungen berücksichtigt werden?

Diese Fragen wurden in der Impulse-Veranstaltung mit Herrn Prof. Dr. Christian Schrapper bearbeitet. Neben einem Vortrag gab es die Möglichkeit der Diskussion und einen aktiven Austausch in Gruppen.

Referent: Prof. Dr. Christian Schrapper
Sozialarbeiter (grad.) und Dipl.-Pädagoge, Institut für Pädagogik der Universität Koblenz-Landau, Berufserfahrung im Jugendamt und Heimerziehung, Geschäftsführer des ISA Münster und seit 1998 an der Uni Koblenz. Langjährige Forschungserfahrung „rund um die Kinder- und Jugendhilfe“, aktuell Projekt zu Diagnostik und Kinderschutz, Organisation und Fachlichkeit sozialer Dienste, sowie sozialräumlicher Arbeitsweisen

>>> Flyer zur Impulseveranstaltung am 07.05.2014

>>> Power-Point-Präsentation vom 07.05.2014

>>> Arbeitsgruppenergebnisse vom 07.05.2014

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

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Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung vom 23.09.2013

Geschwister in Pflegefamilien –
getrennte oder gemeinsame Vermittlung?

Viele Kinder, die zu Pflegekindern werden, haben Geschwister. Fachkräfte sind sich oft unsicher, wenn sie über eine Vermittlung von Geschwistern entscheiden müssen. Getrennt oder gemeinsam, ist meist die zentrale Frage. Oft sind Entscheidungen nicht nur von fachlichen Standards geleitet, sondern auch von persönlichen Überzeugungen und praktischen Erwägungen.

Von MitarbeiterInnen der Universität Siegen wurden in den letzten Jahren zahlreiche junge erwachsene Menschen, die in Pflegefamilien und SOS-Kinderdörfern aufgewachsen sind, zu ihren Erfahrungen befragt. Die Geschwister spielten in den Geschichten dieser jungen Menschen immer eine wichtige Rolle.

Bei der Veranstaltung hat Daniela Reimer deshalb die Perspektive der Kinder auf die Unterbringung mit oder ohne Geschwister beleuchtet und gemeinsam mit den TeilnehmerInnen und deren Erfahrungsschatz Ideen und Empfehlungen für die Praxis der Geschwistervermittlung erarbeitet.

Referentin: Daniela Reimer
wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Siegen im Forschungsschwerpunkt "Aufwachsen in Pflegefamilien"

>>> Powerpoint-Präsentation von Daniela Reimer (PDF)

>>> Ergebnisse der Arbeitsgruppen (PDF)

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

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Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung vom 23.11.2012

Pflegefamilien als sichere Basis:
Bindungsorientiertes fachliches Handeln im Pflegekinderwesen

Grundlegendes Ziel des familiären Bindungs-Fürsorge-Systems ist die Erfüllung der zentralen menschlichen Bedürfnisse nach Schutz, Sicherheit, Ermutigung und Halt. Sicherheit in den Bindungsbeziehungen ist die Grundlage für gelingende Entwicklungs-, Autonomie- und Anpassungsprozesse des Kindes.

Bei Pflegekindern sind in der Regel wesentliche Grundbedürfnisse in der Familie nicht erfüllt worden und führen zu unsicheren Bindungsmustern. Traumatische Erfahrungen, z.B. Vernachlässigung, Misshandlung oder Missbrauch, können zu Bindungsstörungen und Desorganisation der Bindungsstrukturen beim Kind führen.

Die Beziehungsgestaltung und der Umgang mit dem Kind in der neuen Familie stellt vor diesem Hintergrund eine besondere Herausforderung dar. Pflegeeltern und Fachleute im Pflegekinderwesen brauchen Grundlagenwissen über Bindungsmuster und die Kennzeichen von Bindungsproblemen und -störungen, die das Kind als Anpassung an seine Situation entwickelt hat.

Themen des Vortrags waren:

  • grundlegende Konzepte der Bindungstheorie
  • unsichere Bindung, Desorganisation von Bindung und Bindungsstörungen
  • traumatische Erfahrungen bei Pflegekindern
  • erste Folgerungen für die Beziehungsgestaltung in der Pflegefamilie und die begleitende fachliche Arbeit mit allen Beteiligten, z.B. für Beratung von Pflegeeltern, Gestaltung von Übergängen und Besuchskontakten

Im Anschluss an den Impulsevortrag wurden eigene Erfahrungen und Sichtweisen vor dem Hintergrund des Bindungskonzeptes in Arbeitsgruppen reflektiert und diskutiert. 

Referent: Dr. Hermann Scheuerer-Englisch
Diplom-Psychologe, Dr. phil., psychologischer Psychotherapeut, Familientherapeut DGFS und Supervisor DGFS;  von 1984-1989 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Entwicklungspsychologie und Bindungsforschung an der Universität Regensburg (Prof. Dr. K. E. Grossmann); von Februar 1989 bis Oktober 1999 Leitung der Erziehungsberatungsstelle Deggendorf/Nb., ab  November 1999 Leitung der Erziehungsberatungsstelle der Katholischen Jugendfürsorge für die Diözese Regensburg; Lehrbeauftragter an der Universität Erlangen/Nürnberg mit Schwerpunkt Entwicklungspsychopathologie; Veröffentlichung von Büchern und Fachbeiträgen zu Entwicklungspsychologie, Bindungsforschung, Scheidung, Pflegefamilien, Familientherapie und Erziehungsberatung.
Vorträge und Workshops zu Bindung, Beratung und Psychotherapie, Pflegefamilien, Trennungs- und Scheidungsberatung und Erziehungsberatung.
Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft für Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung in Bayern e.V.

>>> Power-Point-Präsentation von Dr. Hermann Scheuerer-Englisch

>>> Literaturliste zu „Bindung und Pflegefamilien“ von Dr. Hermann Scheuerer-Englisch (2012)

 

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

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Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung vom 25.05.2012:

Wege finden – Türen öffnen:
Erfahrungsbericht des zentralen Fachdienstes für Pflegekinder mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen der Diakonie Düsseldorf

Referentinnen:
Annette Eichhorn
Leiterin des Zentralen Fachdienstes, Dipl. Soz. Päd., Systemische Familientherapeutin, seit 16 Jahren für die Diakonie Düsseldorf tätig
Silvia Ganser
Regionalleiterin Süd Zentraler Fachdienst, Dipl. Pädagogin, Transaktionsanalytikerin / Supervisorin i.A., seit über 30 Jahren als Fachberaterin im Bereich Adoption- und Pflegekinderwesen tätig

Während dieser Impulse-Veranstaltung berichteten die Referentinnen über die Arbeit des Fachdienstes, der sich das Ziel gesetzt hat, Kindern mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen, die langfristig oder auf Dauer nicht bei ihren Eltern leben können, zu ermöglichen, in der Geborgenheit einer sonderpädagogischen Pflegestelle aufwachsen zu können.

>>> Präsentation zur Impulseveranstaltung (PDF 761 KB)

>>> Konzeption „Zentraler Fachdienst für Pflegekinder“ (Stand 2007, PDF 69 KB)

>>> Erfahrungsbericht „Zentraler Fachdienst für Pflegekinder“ (Stand Oktober 2008, PDF 101 KB)

>>> Qualitätsstandards „Zentraler Fachdienst für Pflegekinder" (Stand März 2010, PDF 116 KB)

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

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Dokumentation zur Berliner Impulse-Veranstaltung vom 09.12.2011:

Mit Herkunftseltern das Pflegeverhältnis gestalten –
Voraussetzungen, Bedingungen, „Fallstricke“  

Herkunftseltern sind ein zentraler „Baustein“ für ein erfolgreiches Pflegeverhältnis. Sie wollen das „Beste“ für ihr Kind und es entspricht ihrem elterlichen Verständnis, dies im Bedarfsfalle einzufordern und ihr Kind zu unterstützen. Von der Qualität ihrer Einbeziehung in das Pflegeverhältnis hängt es dann auch ab, ob sie sich aus der Außensicht kämpferisch, resignierend oder kooperativ verhalten.

Herkunftseltern verfügen über erzieherische und elterliche Kompetenzen, die gerade während der Unterbringung ihres Kindes durch die sozialen Fachkräfte weiter gestärkt werden sollten. Diese Kompetenzen zu sehen und Herkunftseltern als Erziehungspartner „auf gleicher Augenhöhe“ ernst zu nehmen, ist Voraussetzung für eine gute Entwicklung von Pflegekindern.

Herkunftseltern brauchen Unterstützung, Elternschaft unter veränderten Bedingungen wahrzunehmen. Damit die Voraussetzungen und Bedingungen hierfür geschaffen werden und Herkunftseltern in das Pflegeverhältnis aktiv einbezogen werden können, ist eine gezielte Elternarbeit unabdingbar.

REFERENT: Dr. phil Josef Faltermeier
Dekan am FB Sozialwesen der Hochschule RheinMain Wiesbaden

Dr. Josef Faltermeier befasst sich seit vielen Jahren mit der Benachteiligten- und Bildungsforschung und hier insbesondere mit Fremdunterbringung, Herkunftsfamilien und Schulverweigerung. Zudem war er langjähriger Leiter des Arbeitsfeldes „Kindheit, Jugend, Gleichstellung“ des Deutschen Vereines.

>>> Power-Point-Präsentation von Dr. Josef Faltermeier (PDF 343 KB)

Zum Thema "Zusammenarbeit mit den Herkunftseltern" hat Herr Faltermeier für die Fachzeitschrift "Pflegekinder" Heft 1/2012 einen Artikel geschrieben, den Sie hier herunterladen können:

>>> "Pflegekinder" Heft 1/2012, Artikel von Dr. Josef Faltermeier (PDF 602 KB)

 

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

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Arbeitsergebnisse der Impulseveranstaltung vom 21.10.2011:

"Pflegekinderstimme"

Aus der Erfahrung von jungen erwachsenen Pflegekindern und Pflegefamilien lernen.

Wie sieht Pflegekind-Sein eigentlich aus der Perspektive der Pflegekinder aus?

Nur allzu selten kommen Pflegekinder oder solche die es einmal waren mit ihren Geschichten, Sichtweisen und Erfahrungen zu Wort.

Daniela Reimer von der Universität Siegen hat in den letzten Jahren mit mehr als 50 jungen erwachsenen Männern und Frauen gesprochen, die in einer Pflegefamilie aufgewachsen sind. In stundenlangen Gesprächen haben die InterviewpartnerInnen ihr ihre Lebensgeschichten erzählt. Die Interviews wurden aufwendig ausgewertet und im Projekt Pflegekinderstimme wurde gemeinsam mit den Perspektiven der Pflegeeltern daraus ein Ratgeber zur Beratung und Begleitung von Pflegefamilien.

Bei der Berliner Impulse-Veranstaltung am 21. Oktober 2011 hat Frau Reimer ihre interessante Untersuchung vorgestellt. Mit Hilfe von Zitaten aus den Interviews mit ehemaligen Pflegekindern haben sich dann Arbeitsgruppen mit verschiedenen Fragen auseinandergesetzt.

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen haben wir für Sie in einem PDF-Dokument zusammengefasst:

>>> Ergebnisse der Arbeitsgruppen (PDF 754 KB)

Zu dem "Projekt Pflegekinderstimme" hat Frau Reimer für die Fachzeitschrift "Pflegekinder" Heft 1/2011 auch einen Artikel geschrieben, den Sie hier herunterladen können:

>>> "Pflegekinder" Heft 1/2011, Artikel von Frau Reimer (PDF 49 KB)

Die Veranstaltung wurde gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Berlin.

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